della ciaja deAuf der Welle mit den Rittern des Heiligen Stephans

Azzolino Bernardino della Ciaja (1671 – 1755), Antonio Vivaldi (1678 – 1741)

Cembalo solo (60 min. mit Kommentar)

Der italienische Organist, Cembalist, Komponist und Orgelbauer Azzolino Bernardino della Ciaja wurde in Siena geboren, aber den Grossteil seines Lebens verbrachte er in Pisa. Einige Zeit lebte er in Florenz und später in Rom, wo die Sammlung Sonate per cembalo conalcuni saggi ed altri contrapunti dilargo e grave stile ecclesiastico pergrandi organi, op. 4 (Rom, 1727) entstand. Er war Mitglied des Ritterordens des Heiligen StephansLesen Sie mehr...

 

Kreuzigung webJoseph Haydn: Sieben letze Worte

Die Originallversion des berühmten Oratoriums von Haydn für Cembalo oder Fortepiano (Hob. XX/1c)

Cembalo solo (60 min. mit Kommentar)

In 1785 hat der Bischof von Cádiz bei Haydn eine spezielle Komposition für die Passion Andacht in der Kirche Santa Cueva in Andalusien bestellt. Jedes Jahr wurde hier ein Oratorium in der Passionszeit aufgeführt. Es wurde zur Gewonheit, dass der Priester nach einer kurzen Einleitung immer einen von den sieben Sätzen las und nachher vor dem Altar niederkniete und zusammen mit der Gemeinde darüber meditierte. Gerade für diese Momente sollte Haydn eine Musik komponieren, die die Bedeutung der gesagten Worte vertiefen soll. Lesen Sie mehr...

 

Dussek de webJohann Ludwig Dussek (1760-1812): Werke für Fortepiano

Fortepiano solo (60 min. mit Kommentar)

Die Liste der Verleger, die Dusseks Werke während seiner Lebzeiten veröffentlicht haben, liest sich wie ein „Who´s who“ der Verlagsgeschichte um 1800: Allein in London und Paris, den beiden Hauptwirkungsstätten des Böhmen, sind jeweils an die 20 verschiedene Verlags- oder Musikhäuser, grosse und kleine, mit Klavierwerken von Dussek an die Öffentlichkeit getreten. Ganz besonders aber war es der Verlag Breitkopf & Härtel in Leipzig, der sich um seine Verbreitung verdient gemacht hat, daneben rissen sich fast alle anderen, heute noch bekannten, damals noch am Anfang ihrer Firmengeschichte stehenden Verlage um seine Werke, z.B., Simrock in Bonn, C.F. Peters oder auch Hoffmeister & Kühnel in Leipzig, Schott in Mainz, Johann André in Offenbach, Artaria oder Diabelli in Wien, Nägeli in Zürich, Ricordi in Mailand, und noch weit darüber hinaus reicht der Kreis bis St. Petersburg auf der einen und Baltimore und Philadelphia auf der anderen Seite. Lesen Sie mehr...

 

Whitcombe camperduin deMusae inter arma

(A. Wranitzky, J. L. Dussek)

Johannes Gebauer – Violine, Alena Hönigová – Fortepiano

Das Konzert erinnert an die Napoleonische Kriege, auf die auch viele Komponisten reagiert haben. Die Symhonie c moll op. 31 für Violine und Fortepiano von Wranitzky arrangiert beschreibt das Geschehen in der Zeit der ersten Koalition. Die Teile heissen: Die Revolution, Englischer Marsch, Östereich- und Preusischer Marsch, Das Schicksal und der Tod Ludwigs, Trauer Marsch, Englischer Marsch, Marsch der Alliierten, Das Getümel einer Schlacht und Die nahen Aussichten zum Frieden, Jubel bei Erhalten des Friedens. Dussek hat die Geschichte über den legendären Sieg von Admiral Duncan über die niederlandische Flotte vertont. Lesen Sie mehr...

 

sonatenabend dorothea von kurland

Sonatenabend

Johannes Gebauer - Violine (Antonio Casini, 1683)
Alena Hönigová - Fortepiano (William Stodard, 1818)

Es gab wohl kaum einen “europäischeren” Musiker des frühen 19. Jahrhunderts als Jan Ladislav Dussek: Stationen seines Lebens waren unter anderem Belgien, die Niederlande, St. Petersburg, Litauen, Hamburg, Paris, Meiland, und schließlich 1789 London. Dort ließ er sich, wie so viele seiner Kollegen, zunächst nieder, ging jedoch mit dem gemeinsam mit seinem Schwiegervater Corri gegründeten Musikverlag bankrott, und musste aus London fliehen. Nach einigen Jahren mit weiteren Konzertreisen kam er 1804 zum Prinzen Louis Ferdinand von Preußen, mit dem er einige ausschweifende Jahre verbrachte. Dessen plötzlicher Tod in der Schlacht bei Saalfeld war wohl der tiefste Einschnitt in Dusseks Leben, von dem er sich nie mehr vollständig erholte. Nach einigen Monaten der Ungewissheit kam Dussek 1807 erneut nach Paris in die Dienste des französischen Aussenministers Talleyrand, vermutlich durch die Vermittlung der Herzogin von Kurland. Lesen Sie mehr...