Whitcombe camperduin deMusae inter arma

(A. Wranitzky, J. L. Dussek)

Johannes Gebauer – classical violin, Alena Hönigová – fortepiano

 

This concert reminds of the unsettled time of the Napoleonic Wars. A number of music composers responded to it. Vranický's program composition describes events preceding the first peace with Napoleon. Dusík's “Naval Battle” in turn describes in detail the legendary victory of the English admiral Duncan over the Dutch fleet. This battle is famous for the dramatic upheavals that accompanied it and it entered the history of war tactics. Some people said that this great naval success of Admiral Duncan was more due to coincidence and chaos than any tactical skills. People narrated about the battle long after it and undoubtedly also Dusík told this ''musical story'' to entertain English salons.

 

Notizen zum Programm
In der Seeschlacht bei Kamperduin während des Ersten Koalitionskrieges traf am 11. Oktober 1797 eine Flotte Großbritanniens auf Schiffe der Batavischen Republik in der Nordsee vor der niederländischen Küste.

Die Franzosen planten eine Landung in Irland, die von der niederländischen Flotte unter Vizeadmiral Jan Willem de Winter gedeckt werden sollte. Doch die Vorbereitungen verzögerten sich, bis es zu spät im Jahr war, um das Unternehmen noch zu starten. Der Großteil der britischen Flotte unter Admiral Adam Duncan lag zu dieser Zeit zur Proviantaufnahme im Hafen von Yarmouth, während vor Texel nur ein kleines Geschwader lag. Als Duncan die Nachricht vom Auslaufen der Niederländer erhielt, ließ er sofort Anker lichten und segelte mit einem starken Wind im Rücken zur holländischen Küste. Die Flotte nahm Kurs nach Süden und sichtete den niederländischen Verband ungefähr sieben Seemeilen vor der Küste. Der Wind blies landeinwärts. Die Niederländer bildeten eine nordwärts gerichtete Schlachtlinie, und Duncan war klar, dass sie schnell seichtes Gewässer erreichen würden – wohin die Briten mit ihren schwereren Schiffen nicht hätten folgen können, wenn er nicht unverzüglich angriff. Zunächst versuchte er, seine Flotte in eine Schlachtordnung zu bringen, erkannte aber schnell, dass dazu keine Zeit mehr war und setzte das Signal, die feindliche Schlachtreihe zu durchbrechen und von Lee anzugreifen – darauf vertrauend, dass seine Kapitäne die Lage meistern würden. Die Briten griffen in zwei Kolonnen an, und ihre beiden Spitzenschiffe durchbrachen die gegnerische Schlachtlinie. Die restlichen Schiffe legten sich neben niederländische, und in einem erbitterten Nahkampf konnten die Briten elf niederländische Linienschiffe erobern oder versenken und dabei Admiral de Winter gefangennehmen. Die Invasionspläne der Franzosen wurden damit vereitelt.

 

Jan Ladislav Dussek (1760-1812): Sonata in G for Pianoforte and Violin concertante, op. 69, 2, Paris 1811
Allegro espressivo – Rondo. Andantino, Allegro

Paul Wranitzky (1756-1808) – "Grand Characteristic Symphony for the Peace with the French Republic" in c minorl, Op. 31 (1797)
in the Wranitzky´s version for Violin und Pianoforte
Jan Ladislav Dussek: Variations upon the song „Vive Henry IV.", op.71, 5, Paris 1811
Molto moderato e serio

Jan Ladislav Dussek: The naval battle and total defeat of the Grand Dutch Fleet by Admiral Duncan on the 11th of October 1797
A characteristic sonata for the piano forte